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Bewegung und Sport gelten als das A und O, um Gewicht reduzieren zu wollen. Wir liefern Ihnen weitere Tricks.
Eigentlich ist es ganz einfach: wer abnehmen will, muss eine negative Energiebilanz aufweisen, das heisst mehr Energie verbrauchen als zu sich nehmen. Zum Energieverbrauch fallen zu ca. 60% der Grundumsatz (lebensnötige Körperfunktionen), zu ca. 10% die Verdauung und zu ca. 30% die körperliche Aktivität zu Gewicht. Hierbei können wir nur letzteres beeinflussen. Das heisst: bewegen, bewegen, bewegen. Oft wird der Kalorienverbrauch durch Bewegung jedoch unterschätzt, und man „belohnt“ sich nach dem Training mit einem reichhaltigen Essen, welches den Effekt in den Minusbereich sinken lässt. So verbrennt ein 80 kg schwerer Mann zum Beispiel während einer Stunde Joggen gerade einmal den Energiegehalt von 90 g Milchschokolade. Dies verdeutlicht wiederum, dass grosse Resultate nur durch ein gleichzeitiges Reduzieren der Energiezufuhr erzielt werden können. Doch ein paar Tricks gibt es dennoch: Intensität und Dauer des Trainings: Die „Lieblingsnahrung“ des Körpers ist Zucker. Auf diese Reserven greift der Körper am besten und am schnellsten zurück, jedoch sind die Mengen, welche der Körper in Leber und Muskeln speichern kann, beschränkt. Bei einem sehr intensiven und kurzen Training, z.B. 30 Minuten Joggen in sehr hoher Intensität verbrennt der Körper ausschliesslich Zucker, jedoch kein Fett. Das Resultat ist Erschöpfung und Heisshunger. Sinnvoller ist eine mittlere Trainingsintensität, welche über längere Zeit gehalten werden kann. Dies ermöglicht dem Körper, von der Zuckerverbrennung auf die Fettverbrennung zu wechseln, welche nur aerob, das heisst unter Sauerstoffverbrauch, geschieht. Sport vor dem Frühstück: Zwischen den Mahlzeiten zehrt der Körper zum einen von gespeicherten Zuckerreserven, zum anderen von Fettreserven. Ohne körperliche Aktivität sind die Zuckervorräte nach acht bis zwölf Stunden erschöpft, und der Körper bezieht seine Energie vermehrt aus Fettzellen. Dies bedeutet, dass der Körper morgens besonders schnell Fett verbrennt. Daher ist ein Training, wie zügiges Laufen, Joggen oder Radfahren vor dem Frühstück besonders effizient. Essenspause nach dem Sport: Wenn der Körper sich einmal im „Modus Fettverbrennung“ befindet, läuft die Fettverbrennung auch nach dem Training weiter und wird erst dann unterbrochen, wenn wiederum Zucker in Form von kohlenhydrathaltiger Nahrung zugeführt wird. Daher: nach dem Training eine bis zwei Stunden auf Kohlenhydrate verzichten. Kombination von Kraft- und Ausdauertraining: Trainierte Muskeln verbrauchen mehr Energie als untrainierte. Zum einen, da sich das Muskelvolumen erhöht; zum anderen da bei regelmässigen Ausdauertraining die für die Fettverbrennung zuständigen Mitochondrien in den Zellen leistungsfähiger werden. Richtige Ernährung: Insulin ist der Feind der Fettverbrennung, denn unter hohen Insulinspiegeln ist die natürliche Fettverbrennung gehemmt. Insulin schüttet der Körper als „Schlüssel“ aus, um Zucker für die Körperzellen zugänglich und verwendbar zu machen. Zu hohen Insulinausschüttungen führen hochglykämische Lebensmittel. Darunter zählen sehr zuckerhaltige und hoch verarbeitete Lebensmittel wie Süssgetränke, Gummibärchen, Weissbrot, Cornflakes, etc. Somit ist ein Verzehr solcher Lebensmittel sowohl vor oder während einem Training (z.B. Sportgetränke) als auch durch den Tag hindurch sehr ungünstig, weil die Fettverbrennung unterbrochen wird. |