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Nutrition & Metabolism veröffentlicht einen Artikel, der die Anpassung der Richtlinien in Hinsicht auf den täglichen Eiweissbedarf proklamiert.
Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE) bzw. die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfehlen in ihren jeweiligen Ernährungspyramiden, 10-30% resp. 10-15% des täglichen Kalorienbedarfs mit Eiweiss zu decken. Gängige Meinungen vertreten die Ansicht, dass ein Proteinkonsum oberhalb des empfohlenen Richtwertes keinen gesundheitlichen Nutzen, bzw. langfristige gesundheitliche Risiken bergen könnte.
Studien belegen indes jedoch längst, dass sich eine erhöhte Eiweisszufuhr sehr günstig in der Prävention von Übergewicht, Osteoporose, Sarkopenie, Typ 2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Krankheiten sowie des Metabolischen Syndroms auswirkt. Weiterhin wirkt sich eine erhöhte Eiweisszufuhr günstig auf den Metabolismus aus: - Bessere Sättigung: Eiweiss sättigt besser als Kohlenhydrate und Fett und kann somit die tägliche Kalorienzufuhr vermindern.
- Geringere Kalorienzufuhr: Ein Ersetzen von Kohlenydraten durch Eiweiss senkt den Kalorientagesbedarf um durchschnittlich 240 kcal.
- Bessere Thermogenese: die Fähigkeit des Körpers, überschüssige Energie in Wärme abzugeben steigt.
Die derzeitigen Minimum-Richtlinien bergen weitere Problematiken: - Minimumwerte müssen sich am Körpergewicht orientieren, nicht an der täglichen Kalorienmenge. Dies ist insbesondere bei einer Gewichtsreduktion ungeeignet. Bei einer kcal-Reduktion auf beispielsweise 1400/Tag resultiert dieses Kalkül in einer deutlich zu tiefen Eiweisszufuhr. Fakt ist, dass eine kohlenhydratreiche und eiweissarme Diät zu durchschnittlich 30-40% Muskelabbau führt, eine eiweissreiche Kost in Kombination mit Bewegung kann diesen Verlust stoppen.
- Eine minimale Eiweisszufuhr kann je nach Stoffwechsel nicht das Resorptions-Minimum der essentiellen Aminosäuren gewährleisten. Ab 30 Jahren, insbesondere bei wenig körperlicher Aktivität sinkt die Fähigkeit des Körpers, Aminosäuren zu resorbieren und das vorgegebene Minimum kann somit die notwendige Zufuhr nicht gewährleisten.
Fazit: in der heutigen Zeit, wo in der Schweiz bereits 38.7 % der Bevölkerung übergewichtig sind (www.bfs.admin.ch) ist es mehr als kontraproduktiv, bei den minimalen Eiweissempfehlungen zu verharren und eine Anpassung der Richtwerte wäre dringend notwendig. Layman, Donald K. (2009). Dietary guidelines should reflect new understandings about adult protein needs. Nutrition & Metabolism, 6:12. www.nutritionandmetabolism.com |